TEDDY 40: Queer Cinema, Activism, and Cultural Impact

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Zum 40. Jubiläum des TEDDY Awards widmet sich dieses Panel den Ursprüngen des queeren Filmpreises der Berlinale und seinen internationalen Einflüssen auf die Filmindustrie, insbesondere auf die Filmfestivallandschaft. Aus einer aktivistischen Perspektive werden prägende Impulse, verschiedene Entstehungskontexte anderer queerer Filmpreise sowie ihre aktuellen Handlungsfelder in den Fokus genommen.

Die Veranstaltung findet in Englischer Sprache statt.

Datum: Freitag, 13.02.2026

Ort: Aquarium I Südblock, Admiralstraße 1-2, 10999 Berlin

Zeit: 19:30 - 21:00 Uhr

Freier Eintritt


Panelist:

Wieland Speck

Filmemacher, Autor, Kurator 
Pronomen: er/ihm 

Wieland Speck

1981 drehte Speck seinen ersten Kurzfilm, David, Montgomery and I,den er auf der Berlinale präsentierte. Ein Jahr später übernahm er als Assistent des Programmdirektors Manfred Salzgeber die organisatorische und künstlerische Leitung der Sektion Panorama des Festivals. 1985 drehte Speck neben seiner Arbeit bei der Berlinale seinen ersten Spielfilm, Westler.

1987 initiierte Speck gemeinsam mit Salzgeber den TEDDY Award, den weltweit ersten queeren Filmpreis, der im Rahmen eines A-Festivals verliehen wurde.1992 wurde Speck Programmdirektor des Panoramas und Mitglied der Auswahlkommission für den Berlinale-Wettbewerb. In dieser Position engagierte er sich 25 Jahre lang für das Queer-Kino und stellte seine eigene künstlerische Karriere dafür größtenteils zurück.

Sein Film Escape to Life: The Erika and Klaus Mann Story, ein Doku-Spielfilm, den er gemeinsam mit Andrea Weiss drehte, kam 2000 in die Kinos.

Auch nach seinem Rücktritt von der Berlinale bleibt Speck dem Festival als Berater und Kurator für Sonderprogramme verbunden.

Aritz Dendategi

Fotograf, Kurator, Aktivist 
Pronomen: er/ihm 

Aritz Dendategi ist Mitglied der Sebastiane Award-Kommission, dem LGTBIAQ+-Preis des Internationalen Filmfestivals von San Sebastián (SSIFF), der von Gehitu (LGTBIAQ+-Vereinigung des Baskenlandes) verliehen wird. Nach mehr als einem Jahrzehnt als freiberuflicher Fotograf, der die Entwicklung der Filmindustrie dokumentierte, schloss er sich 2014 dem Team eines der ältesten LGTBIAQ+-Preise der Welt nach dem renommierten TEDDY an: dem Sebastiane Award.

Seitdem arbeitet er mit der Kommission an der Kuratierung der LGTBIAQ+-Repräsentation im Kino, alles aus einer aktivistischen Perspektive. Der Sebastiane Award ist stolz darauf, das queere Kino zu präsentieren, das die unterschiedlichen Realitäten der Community innerhalb des SSIFF (Sebastiane Award) und innerhalb der lateinamerikanischen Premieren des Jahres (Sebastiane Latino Award) am besten repräsentiert. Darüber hinaus organisiert die Kommission seit 12 Jahren ein Netzwerk von LGTBIAQ+-Festivals aus Spanien und Lateinamerika, das in Zusammenarbeit mit dem SSIFF ein Unterstützungssystem für Festivals und Kreative bietet.
@premiosebastiane

Bohdan Zhuk

Festivaldirektor, Kurator 
Pronomen: er/ihm 

Bohdan Zhuk

Bohdan Zhuk ist Direktor des SUNNY BUNNY LGBTQIA+ Filmfestivals und Programmgestalter für das Kyiv International Film Festival Molodist, Ukraines größtes und ältestes Filmereignis (die 55. Ausgabe findet vom 24. Oktober bis 1. November 2026 statt). Er wurde 1989 in Zboriv, Ukraine, geboren. Mit einer Ausbildung in Linguistik und beruflichem Hintergrund als Übersetzer, Journalist und Radiomoderator kam er 2014 als Pressereferent (bis 2015) und Programmgestalter zum Molodist-Team. Er programmiert die Wettbewerbs- und Nicht-Wettbewerbssektionen von Molodist und leitet das Queer-Festival SUNNY BUNNY, das als Teil von Molodist seit 2001 das älteste regelmäßige LGBT+-Event der Ukraine war und 2023 zu einem eigenständigen Event, dem ersten Queer-Filmfestival der Ukraine, wurde. Die vierte Ausgabe ist für April 2026 geplant.
Zhuk leitet auch internationale Veranstaltungen des Molodist, die ukrainischen Filmen gewidmet sind: Programme bei Festivals – Encounters (Bristol, Großbritannien), BEAST (Portugal), Jugendfilmtage (Zürich, Schweiz), Soura (Berlin), QueerScope-Festivals (Deutschland und Schweiz), image+nation (Montreal, Kanada) sowie ukrainische Filmtage im Ausland (München, London, Paris, Porto, Prag usw.).
Er arbeitete im Auswahlteam des BEAST International Film Festival (Porto) und ist als freiberuflicher Übersetzer tätig, insbesondere für Filme, die landesweit veröffentlicht oder auf Festivals gezeigt werden.
Jurymitglied bei den Teddy Awards (Berlinale), BEAST IFF (Porto), image+nation (Montreal), TLVFest (Tel Aviv), Crime & Punishment IFF (Istanbul), Mezipatra QFF (Prag), 2ANNAS Riga Short Film Festival, Lovers Film Festival (Turin), Docudays UA Human Rights Documentary Film Festival (Kiew), Kyiv International Short Film Festival, Finale Plzen (Tschechien).
Mitglied der Europäischen Filmakademie.

@bohdanzh


Moderation: 

Gerrit Woltemath

Kurator, Kulturarbeiter, Aktivist  
Pronomen: keine Pronomen I  er/ihm 

 

Gerrit Woltemath ist ein in Berlin ansässiger Filmkurator, Kulturarbeiter und Aktivist sowie Mitglied des Vorstands des Förderverein TEDDY e.V. Er hat mit verschiedenen Kulturinstitutionen zusammen gearbeitet, darunter seit 2014 mit der Sektion Berlinale Panorama, seit 2022 ist er Mitglied des beratenden Auswahlgremiums.