Tian bian yi duo yun

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Ein heißer Sommer in Taipeh: Wasser wird zur Mangelware, stattdessen sind Melonen angesagt! Als eine junge Koreanerin eines Nachts einem alten Bekannten wiederbegegnet, entwickelt sich bei weiteren nächtlichen Treffen in ihrer Wohnung eine zarte, fast wortlose Romanze. Shiang-chyi hat keine Ahnung, dass Hsiao-kang sich mittlerweile als Darsteller in billigen Pornofilmen verdingt, die ein amateurhaftes Team im selben Hochhaus dreht. Auch dabei kommen Melonen zum Einsatz … Großstädtische Vereinsamung und eine mit ihr korrespondierende Entfremdung und sexuelle Ausbeutung stehen im Zentrum der modernen Liebesgeschichte, die Tian bian yi duo yun erzählt, wobei die vielfältige Verwendung von Melonen für Irritationen, aber auch für komische Momente sorgt. Der Film erhielt bei der Berlinale 2005 drei Preise, darunter den Silbernen Bären für die „Herausragende künstlerische Leistung“.
Deutlich hebt die 4K-Restaurierung die Kontraste zwischen stillen, dunklen Szenerien im urbanen Moloch und den heiteren, farbenfrohen Musical-Einlagen hervor, die die Handlung wiederholt unterbrechen und ironisch kommentieren.

Details

  • Länge

    115 min
  • Land

    Taiwan, Frankreich
  • Vorführungsjahr

    2024
  • Herstellungsjahr

    2005
  • Regie

    Tsai Ming-Liang
  • Mitwirkende

    Kang-Sheng Lee, Shiang-chyi Chen, Yi-Ching Lu, Kuei-Mei Yang, Sumomo Yozakura, Huan-Wen Hsiao, Hui-Xun Lin, Kuo-Xuan Jao
  • Produktionsfirma

    Homegreen Films, Arte France Cinéma
  • Berlinale Sektion

    Berlinale Classics
  • Berlinale Kategorie

    Spielfilm

Vorführungstermine


    1. Akademie der Künste

      Hanseatenweg
      10557 Berlin


    1. Cubix 6

      Rathausstr. 1
      10178 Berlin

Biografie Tsai Ming-Liang

Geboren 1957 in Kuching, Malaysia. 1994 wurde sein Film Vive l’amour bei den Filmfestspielen in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. 1993, 1995, 1997 und 2014 im Programm der Berlinale. 1997 wurde er für The River mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Sein Film Visage wurde vom Louvre co-produziert. Stray Dogs wurde in Venedig mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Installationen von Tsai Ming-Liang wurden auf den Biennalen von Venedig und Schanghai präsentiert. Er ist auch als Theaterautor und -regisseur hervorgetreten. Sein Werk wurde bei Kunstfestivals in Brüssel, Wien und Taipeh aufgeführt.

Filmografie Tsai Ming-Liang

1992 Qingshaonian Nuozha (Rebels of the Neon God) | 1994 Ai Qing Wan Sui (Vive l’amour) | 1997 He Liu (The River) | 1998 Dong (The Hole) | 2001 Ni Na Bian Ji Dian (What Time Is It There?) | 2002 The Skywalk Is Gone | 2003 Bu San (Goodbye, Dragon Inn) | 2005 Tian bian yi duo yun (The Wayward Cloud) | 2006 Hei Yan Quan (I Don’t Want to Sleep Alone) | 2009 Lian (Visage) | 2013 Jao You (Stray Dogs) | 2014 Xi You (Journey to the West) | 2015 Afternoon | 2017 Jia Zai Lanre Si (The Deserted) | 2018 Ni De Lian (Your Face) | 2018 Light | 2019 Rizi (Days) | 2022 He Chu (Where) | 2024 Wu Suo Zhu (Abiding Nowhere)