Prinz in Hölleland I Prince in Hell
Jockel und Stefan, Bauwagenbewohner in Berlin-Kreuzberg, sind ein schwules Paar. Dass Jockel nebenher auch anonymen Sex hat, will Stefan nicht akzeptieren. Und noch viel weniger, dass sich Jockel neuerdings Heroin spritzt. In Sorge um den Freund nimmt Stefan den Kampf gegen dessen Sucht auf. Doch Jockel will sich nicht belehren lassen. Um an Geld für seinen Dealer zu gelangen, lässt er sich auf ein engeres Verhältnis auch mit dem Wagenburg-Nachbarn Micha ein.
Prinz in Hölleland erzählt von dieser fatalen Dreiecksbeziehung vor dem Hintergrund der Drogen- und Hausbesetzer-Szene rund um den U-Bahnhof Kottbusser Tor. Mit seinen Schauplätzen in Baulücken und heute legendären Kneipen wie dem Café Anal dokumentiert der Film auch die Freiräume und Lebensentwürfe eines queeren Aussteigermilieus. Plastisch und zuweilen drastisch zeichnet er dessen Protagonisten – Lederkerle und Anarchos, Punks und Transen – wie auch deren Bedrohung durch rechte „Glatzen“. Anders als das titelgebende Puppenspiel des Szene-Narren Firlefanz, das die Filmhandlung ironisch bricht und in dem der Prinz einen Müllerssohn liebt, nimmt das Debüt des damals 25-jährigen Regisseurs kein märchenhaftes Ende.
Details
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Länge
96 min -
Land
Deutschland -
Vorführungsjahr
2026 -
Herstellungsjahr
1993 -
Regie
Michael Stock -
Mitwirkende
Wolfram Haack, Stefan Laarmann, Michael Stock, Andreas Stadler, Nils-Leevke Schmidt, Simone Spengler, Harry Baer, Andreja Schneider -
Produktionsfirma
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Berlinale Sektion
Retrospektive -
Berlinale Kategorie
Spielfilm
Biografie Michael Stock
Geboren am 24.3.1968 in Steinhöring bei München. Lebt seit 1987 in Berlin. Tätig in den Bereichen Drehbuch, Regie, Produktion und Schauspiel. Arbeitet zunächst als Setdresser und Szenenbildner. Ab Mitte der 90er Jahre Schauspieler auch in internationalen Produktionen. 1993 Regiedebüt mit "Prinz in Hölleland". 1994-98 folgen Beiträge für das TV-Magazin "Liebe Sünde". 2005 ist er in der Gemeinschaftsproduktion "Fucking different" vertreten.
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