Lola und Bilidikid

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„Die Gastarbeiterinnen“ nennt sich eine Truppe türkischer Dragqueens, die auf einer Off-Off-Bühne in Berlin-Kreuzberg Triumphe feiern. Eine von ihnen ist Lola. Lola versteht sich als schwuler Mann. Liiert ist er mit dem Macho Bili, der Lola zur Geschlechtsumwandlung drängt, um mit einer Frau an seiner Seite in der Türkei eine Strandbar zu eröffnen. Schwul ist auch Lolas Bruder Murat, der noch bei der Mutter lebt. Und wie früher Lola wird auch Murat von dem älteren Bruder Osman als Schwuler nicht akzeptiert. Und genau wie Lola wird Murat von einem Neonazi-Trio übelst drangsaliert. Als dann eines Tages Lola tot in der Spree treibt, steht für Bili fest, dass die drei Deutschen ihn ermordet haben. Er nimmt Murat unter seine Fittiche und macht ihn zu seinem Racheengel: „Das ist unser Krieg. Deiner und meiner.“ Doch liegt Bili damit richtig …? Das intensive Familiendrama des UCLA-Absolventen Kutluğ Ataman konfrontiert seine transidentischen Charaktere mit homophoben Einstellungen im „anatolischen“ Kreuzberg ebenso wie am gutbürgerlichen Wannsee. Dabei führt es in eine queere Subkultur, deren Angehörige als Schwule und als Türken einer doppelten Diskriminierung ausgesetzt sind.

Details

  • Länge

    91 min
  • Land

    Deutschland
  • Vorführungsjahr

    2026
  • Herstellungsjahr

    1999
  • Regie

    Kutluğ Ataman
  • Mitwirkende

    Baki Davrak, Gandi Mukli, Erdal Yıldız, Michael Gerber, Murat Yılmaz, Inge Keller, Hasan Ali Mete, Hakan Tandoğan
  • Produktionsfirma

  • Berlinale Sektion

    Retrospektive
  • Berlinale Kategorie

    Spielfilm