Jaripeo
Jedes Jahr zu Weihnachten findet im mexikanischen Penjamillo das traditionelle Rodeo Jaripeo statt. Es lockt sowohl Einheimische als auch US-Migrant*innen in die ländliche Region Michoacán. An diesem Ort, an dem Nostalgie und klassische männliche Ideale zelebriert werden, wird bei genauerer Betrachtung allmählich eine andere Wirklichkeit sichtbar: Flüchtige Berührungen, verschlüsselte Blicke und heimliche Treffen im Schatten der Arena offenbaren eine versteckte, durch dieses Umfeld geprägte queere Subkultur.
Efraín, aufgewachsen in Penjamillo und Kalifornien, führt mit der Kamera durch diese Welt. Um den beim Jaripeo zelebrierten Machismo zu hinterfragen, verbindet Efraín persönliche Erinnerungen, Super-8-Bilder, komponierte Szenen und Cinéma verité. Zwei weitere Protagonisten des Films sind der attraktive, machohafte Cowboy Noé, der sich nur wenigen Familienmitgliedern gegenüber geoutet hat und seine Identität eher im Geheimen auslebt, sowie der extravagante Joseph, ein Superfan des Jaripeo, der in der Community sehr beliebt ist. Die Begegnungen der drei führen Efraín auf eine Reise der Selbsterkenntnis. Es entstehen intime Porträts dreier Leben, die von Traditionen, Begehren und Identitätsfragen geprägt sind.
Details
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Länge
70 min -
Land
Mexiko, USA, Frankreich -
Vorführungsjahr
2026 -
Herstellungsjahr
2026 -
Regie
Efraín Mojica, Rebecca Zweig -
Mitwirkende
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Produktionsfirma
Jaripeo Documentary LLC, ITVS International, Survivance, Fiasco -
Berlinale Sektion
Panorama -
Berlinale Kategorie
Dokumentarfilm