Cesarean Weekend

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Die Stimmung in der Sommervilla im Norden Irans, nahe dem Kaspischen Meer, ist ausgelassen. Milad und Armin verbringen mit Freund*innen ein Wochenende, getragen von selbstverständlicher Nähe. Die Nachricht, dass Bita von Milad schwanger ist, trägt zur Fragilität ihrer Beziehung bei. Am nächsten Morgen treten die Väter der Gastgeber auf den Plan, jede Figur mit eigenen Brüchen. Die Konfrontation der Generationen als Durchqueren des Hauses und seiner Übergänge: Kindsein/Elternsein, Nähe/Entzug, Begehren/Verantwortung. Die Villa als soziale Partitur verbaler und körperlicher Begegnungen. Moralische Zuschreibungen verweigert der Film. Das Meer beobachtet; Musik übernimmt dort, wo die Sprache endet. Statt ein politisches Statement zu formulieren, wird das Bild einer parallelen sozialen Welt gezeichnet – Menschen jenseits vorgegebener Rollen, Zuneigung und Männlichkeit im Wandel. Shirvanis Arbeitsweise ist zentral für diese Offenheit: Ohne Proben und mit Live-Regie direkt hinter der Kamera entsteht ein Kino der Präsenz, in dem Kontrolle und Improvisation untrennbar ineinandergreifen. Körper sind Raum und Dauer ausgesetzt. Haut wird zur Erfahrungsfläche, bevor die Bedeutung greift.

Details

  • Länge

    89 min
  • Land

    Iran
  • Vorführungsjahr

    2026
  • Herstellungsjahr

    2026
  • Regie

    Mohammad Shirvani
  • Mitwirkende

    Nader Mashayekhi, Peyman Yeganeh, Milad Ahmadzadeh, Armin Shirvani, Bita Jamshidi
  • Produktionsfirma

    Alternative Film Lab
  • Berlinale Sektion

    Forum
  • Berlinale Kategorie

    Spielfilm