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Mondo Lux - Die Bilderwelten des Werner Schroeter

Länge:
93 min.
Herstellungsjahr:
2011
Land:
Deutschland
Regie:
Darsteller/Mitwirkende:
Werner Schroeter
Anne Ratte-Polle
Almut Zilcher
Pascale Schiller
Dörte Lyssewski
Isabelle Huppert

Monika Keppler
Wim Wenders
Alberte Barsacq

Ingrid Caven
Wolf Wondratschek
Paulo Branco
Digne Meller Marcovicz
Juliane Lorenz
Christian Holzfuß
Heikko Deutschmann
Rufus Beck
Alexis Bug
Julia Kamenik
Alexandra Kunz
Lisa-Marie Landgraf
Roland Techet
Oleg Zhukov
Produktionsfirma:
Filmgalerie 451
Berlinale Sektion:
Panorama
Berlinale Kategorie:
Dokumentarfilm

Werner Schroeter, einer der bedeutendsten Regisseure des Neuen deutschen Films, erfährt im Jahr 2006 von seiner Krebserkrankung. Für die Kunsthalle Düsseldorf arbeitet er gerade an „Schönheit der Schatten“, einer musikalischen Inszenierung zu Robert Schumann und Heinrich Heine. Zwischen Hoffnung und Bangen beginnt Werner Schroeter einen Wettlauf mit der Zeit.

Elfi Mikesch, die bei mehreren seiner Filme die Kamera geführt hat und persönlich eng in Schroeters Welten eingebunden war, gewährt in ihrem Film einen intimen Einblick in die Arbeiten seiner verbleibenden vier Jahre. Voller Schaffensdrang und Begeisterung für Kino, Theater und Fotografie zeigt MONDO LUX ihn: bei den Theaterproben zu „Antigone/Elektra“, bei den Vorbereitungen für die Foto-Ausstellung „Autrefois & Toujours“ und bei den intensiven Synchronarbeiten zu seinem letzten Film DIESE NACHT, den er 2008 in Portugal gedreht hat.

Viele Ausschnitte aus Schroeters Filmen, von EIKA KATAPPA (1969) bis DIESE NACHT (2009), zeichnen das farbige Spektrum seines Schaffens nach. Musik durchdringt diesen Erinnerungsraum. Transparent werden biografische Zusammenhänge und die leidenschaftliche Beziehung zum Film, zur Oper, zum Theater – ebenso wie Schroeters Verbindung zu den Menschen, mit denen er gearbeitet und gelebt hat, mit denen er befreundet war. Eros und Leidenschaft sind die Maßstäbe dieses Künstlers, dem die Schönheit so nahe war wie der Tod. MONDO LUX ist ein intimer Raum – ein Raum, in dem jeder Tag unvergleichlich wird angesichts der verbleibenden Lebenszeit.

Werner Schroeter starb am 12. April 2010.

Er wurde im Februar 2010 mit dem SPECIAL TEDDY AWARD für sein Lebenswerk geehrt.
Die Begründung der TEDDY Foundation:

Werner Schroeter, dem radikalen Experimentierer und großen Außenseiter des Neuen Deutschen Films, wird der SPECIAL TEDDY verliehen, weil er neben Fassbinder, Herzog oder Wenders zu einem der wichtigsten Exponenten des aufstrebenden jungen deutschen Kinos gehört und einer der ganz Großen ist, den die schwule Kultur in ihrer jungen Emanzipationsbewegung in der Nachkriegs-Bundesrepublik hervorgebracht hat. Er hat Versatzstücke der europäischen Kultur, der Oper und den Umgang mit den großen Gefühlen für uns aus Amerika zurückimportiert. Werner Schroeter ist ein Operndenker und deswegen in der Lage, den Sehnsüchten der Menschen ein Format zu geben und Bilder zu schenken, die mit dem Herzen verstanden werden. Die von Werner Schroeter erzeugten Bilder sind gleichermaßen ästhetische Revolution und Inspiration auf der Gefühlsebene, deren Bedeutung man nicht in Worte fassen kann.

BIOGRAFIE Elfi Mikesch

Geboren 1940 in Judenburg, Österreich. Nach einer Ausbildung zur Fotografin ging sie 1964 nach Berlin. Sie arbeitet als Fotografin, Kamerafrau und Regisseurin. Seit 1976 realisiert sie eigene Spiel- und Dokumentarfilme. Als Kamerafrau war sie für renommierte Regisseure wie Werner Schroeter, Rosa von Praunheim, Monika Treut und Harald Bergmann tätig. Seit 1991 ist sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin, Sektion Film- und Medienkunst.

FILMOGRAFIE Elfi Mikesch (Auswahl)

2014 Fieber  2013 Fieber  2011 Mondo Lux - Die Bilderwelten des Werner Schroeter  2011  Mondo Lux – The world of images of Werner Schroeter  2000 Die Markus Family  1997 Verrückt bleiben, verliebt bleiben  1989 Marocain  1985 Verführung: Die grausame Frau  1982  Macumba  1980 Was soll’n wir denn machen ohne den Tod  1978 Ich denke oft an Hawaii 

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