Filme A bis Z

Berlin - Ecke Bundesplatz: 2. Die Aussteiger

Länge:
89 min.
Herstellungsjahr:
1986-2008
Land:
Deutschland
Regie:
Produktionsfirma:
Känguruh-Film-GmbH
Berlinale Sektion:
Special
Berlinale Kategorie:
Dokumentarfilm

Vor 24 Jahren begannen Detlef Gumm und Hans-Georg Ullrich mit der Arbeit an ihrer Langzeitdokumentation BERLIN – ECKE BUNDESPLATZ. Im Mit­­­tel­punkt stehen einige Bewohner aus einem ganz normalen Berliner Kiez, deren Weg ins Jahr 2000 eine Reihe kürzerer und längerer Filme dokumentieren. Die Protagonisten ergaben von Beginn an einen typischen Quer­­schnitt durch ein altes Westberliner Quartier. So wurden Witwen, ein Star­an­walt, Aussteiger, Kleingewerbetreibende und eine alleinerziehende Mutter zu Chronisten ihrer Wilmersdorfer Welt.
Für fünf neue Folgen der Serie besuchten die Filmemacher ihre Prota­go­nis­ten erneut. In MÜTTER UND TÖCHTER geht es um eine Frau, die ihre Töchter alleine großzog und darüber in die Sozialhilfe abrutschte. DIE AUSSTEIGER erzählt, was aus den Plänen und Träumen eines schwulen Paares wurde. In SCHÖN IST DIE JUGEND … stehen eine engagierte 89-Jährige und ihr späterer Altenpfleger im Mittelpunkt, der sich selbständig macht. DIE KÖPCKE-BANDE handelt von einer Familie, deren Mitglieder fast ausnahmslos im künstlerischen Bereich arbeiten, während DER YILMAZ-CLAN den gesellschaftlichen Aufstieg einer Migrantenfamilie schil­dert. Am Berliner Bun­des­platz verschmelzen Alltagsleben und Zeit­ge­schichte zu einem Bild der deut­schen Wirklichkeit.

BERLIN ECKE BUNDESPLATZ – DIE AUSSTEIGER ist ein Zeitdokument der besonderen Art. Wie selbstverständlich nehmen sie für sich in Anspruch, ein richtig vernünftiges Leben zu führen: Reimar Lenz, der unangepasste Intellektuelle, der 22 Jahre lang 14-tägig seine bescheidene Stube in einen politischen Salon verwandelte und Hans Ingebrand, der Ex-Polizist, Maler und Masseur.
Seit 37 Jahren ein Paar, seit 2002 Partner auf Lebenszeit, führen sie ein Leben jenseits von materiellem Luxus und bürgerlicher Absicherung. Sie haben höhere Ziele. Internationale, interreligiöse oder interkulturelle Verständigung liegen ihnen am Herzen. Mahnwachen, Friedensarbeit oder Diskutierzirkel bestimmen ihren Alltag. Aber auch die „Aussteiger“ werden nicht jünger, müssen sich mit dem Älterwerden, mit Krankheiten und Tod auseinandersetzen.
DIE AUSSTEIGER ist das Portät einer langjährigen Lebensgemeinschaft im Kontext der Berliner Subkultur vor und nach der Wende.

FILMOGRAFIE Hans Georg Ullrich (Auswahl)

1986-2008 Berlin - Ecke Bundesplatz: 2. Die Aussteiger 

FILMOGRAFIE Detlef Gumm (Auswahl)

1986-2008 Berlin - Ecke Bundesplatz: 2. Die Aussteiger 

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