Filme 2019

Vivir en junio con la lengua afuera

Länge:
24 min.
Herstellungsjahr:
2018
Land:
USA/Cuba
Regie:
Darsteller/Mitwirkende:
Amaury Pacheco
Iris Ruiz
Lynn Cruz
Produktionsfirma:
Berlinale Sektion:
Forum
Berlinale Kategorie:
Kurzfilm

Obwohl er die kubanische Revolution als junger Mann zunächst unterstützte, war Reinaldo Arenas als homosexueller Dissident für den Großteil seines Lebens auf der Insel eine Persona Non Grata. Sein Werk war in Kuba verboten, doch Freund*innen schmuggelten seine Manuskripte außer Landes, wo sie Preise gewannen. Bis heute fehlen seine Romane und Gedichte in Kubas Bibliotheken, Buchhandlungen und Schulen. In den 1970er-Jahren organisierte er geheime literarische Treffen in Havannas Lenin-Park, bei denen er seine Schriften mit Freund*innen teilte. 1974 entging er der Verhaftung, verbarg sich Monate lang im Park und verfasste seine Memoiren „Bevor es Nacht wird”. Fusco kehrt zu Arenas’ Versteck zurück, um der heute verlassenen Anlage eine Erinnerung an ihre Geschichte einzuflößen. Tagebucheinträge eines Freundes von Arenas, der ihm auf der Flucht half, ermöglichten Fusco, den genauen Ort, an dem Arenas versteckt lebte, schrieb und fischte, zu lokalisieren und dort zu filmen. Drei kubanische Künstler*innen versuchen im Film eines von Arenas’ berühmtesten Gedichten auswendig zu lernen, das von der Sehnsucht nach einer Heimat handelt, die jenen entrissen wurde, die für ihre Freiheit kämpften.

FILMOGRAFIE Coco Fusco (Auswahl)

2018 Vivir en junio con la lengua afuera 

Interview mit Coco Fusco über "Vivir en junio con la lengua afuera"

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